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Dorffesterlös in Hohenegg für krebskranke Kinder

Über 100 Personen fanden am lauschigen Sommerabend den Weg zum „Klaraplatz“ in Hohenegg, wo es diesmal neben bester Unterhaltung auch Informationen zum Förderverein für krebskranke Kinder gab. Die rührige IG Milchhüsli Hohenegg um Monika Vollmer und Sigrid Fricker hatten zum Dorffest geladen und mit ihrem Team für ein gemütliches Ambiente und das leibliche Wohl bestens gesorgt. Typisch für den Verein sind die gesellschaftlichen Anlässe, das Sich-Kümmern um die Dorfgemeinschaft, um Jung und Alt. Doch die „Milchhüsler“ rühren nicht nur im eigenen Süppchen, sondern denken weiter, unterstützen auch andere Aktivitäten und Vereine. So wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, dem Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg 500 € zukommen zu lassen. Als Vertreterin des Vereins bedankte sich Rosemarie Steurenthaler für die großzügige Spende und informierte über deren Verwendung. Der Verein, der 1980 von betroffenen Eltern gegründet wurde, sieht seine Hauptaufgabe darin, krebskranken und anderen chronisch kranken Kindern die Gesundung mit Unterstützung von Eltern zu ermöglichen, die im sogenannten „Elternhaus“ neben der Klinik untergebracht werden können. „Dadurch sind die Heilungschancen für die Kinder viel größer – und außerdem können die Eltern bei der Pflege helfen“, so Rosemarie Steurenthaler. Als selbst betroffene Mutter weiß sie um die Bedeutung der Familie bei der Therapie. Auch, dass Geschwister bei der großen Aufmerksamkeit für das erkrankte Kind oft zu kurz kommen – sie werden deshalb als „Schattenkinder“ bezeichnet. Auch hier nimmt sich der Verein an, hat eine „Geschwisterspielstube“ eingerichtet und führt beratende Gespräche. Neben diesen sozialen und pädagogischen Aspekten kümmern sich die vielen Ehrenamtlichen um finanzielle Notlagen, wenn etwa die Berufstätigkeit wegen der Krankheit des Kindes nicht mehr möglich ist – hier gibt es einen Sozialfond. Da der Förderverein für krebskranke Kinder keinerlei Zuschüsse vom Land oder vom Bund erhält und die Mitgliederbeiträge niedrig sind, ist er auf Spenden angewiesen. Die Organisation der mittlerweile sehr vielseitigen Aufgaben funktioniert wie bei einem mittelständigen Unternehmen, Überprüfungen mit Spendensiegel eingeschlossen. „Durch die gute Vereinsstruktur und die vielen Ehrenamtlichen, die sich bei uns einbringen, kommt jede Spende dort an, wo sie gebraucht wird“, versichert Rosemarie Steurenthaler. Weitere Informationen gibt es unter www.helfen-hilft.de Nachdem die meisten Gäste des Hohenegger Dorffestes Hunger und Durst gestillt hatten, hieß es „Bühne frei“ für Sigrid Fricker und Harald Georg. Als streitendes Ehepaar mit stinkenden Socken im Theater überzeugten sie ebenso wie als zwei Damen im Zug. Während sich die Eine im „Diva-Look“ (Sigrid Fricker) ausgiebig schminkte, versuchte es ihr die Andere im „Bäuerinnen-Look“ (Harald Georg) nachzumachen. Doch in Ermangelung der notwendigen Utensilien - Puder, Rouge, Haarbürste, etc., musste sie mit den Dingen in ihrem Einkaufskorb Vorlieb nehmen – und puderte sich mit Mehl, trug als Rouge Marmelade auf und kämmte sich mit einer Klobürste. Viel Gelächter und Applaus gab es für die überzeugende Darbietung der beiden Akteure. Als dann noch die „Wittum Els“ – gerade Neunzig geworden – einige ihr deftigen Witze zum Besten gab, war die Stimmung beim Milchhüsli Hohenegg auf dem Höhepunkt – und wohl Vorbote für eine noch lange lustige Nacht .... Auch beim Brauchtumsmarkt am 17. September werden die „Milchhüsler“ mit einem Angebot vertreten sein – man darf sich überraschen lassen.
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