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Radwechsel-Marathon für krebskranke Kinder

100 Autos in 18 Stunden - ohne fremde Hilfe . Ahmet Budakçi wechselt Reifen an 100 Autos und spendet knapp 2000 € an Kinderkrebshilfe Es ist eine Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und der Bereitschaft, etwas Gutes zu tun, die Ahmet Budakçi dazu veranlasst hatte, sich einer eigenen Herausforderung zu stellen. Der 37-jährige Inhaber des Tailfinger GT-Reifenservice setzte sich das Ziel, die Reifen von 100 Autos zu wechseln. Alleine, ohne fremde Hilfe. Profitieren von dieser Aktion wird die Kinderkrebshilfe Freiburg. "Mich hat schon immer interessiert, wie viele Reifen ich in einem bestimmten Zeitraum wechseln kann", erläutert der 37-Jährige gegenüber dem "Gäubote" seine Motivation, "schon seit ein paar Jahren ist mir diese Aktion durch den Kopf gegangen. Jetzt habe ich mich getraut, das Ganze durchzuziehen." Dass das Projekt allerdings kein Zuckerschlecken wird, wusste Budakçi, der vom Aufdrehen der Schrauben bis zum Eintüten der alten Reifen alles selber macht, schon im Vorfeld: "Es ist natürlich eine anstrengende Sache, Pausen gibt es praktisch keine, man ist die ganze Zeit beschäftigt." Ein solch harter Arbeitstag ist für den zweifachen Familienvater jedoch nichts Neues, schließlich hält er sich auch normalerweise täglich satte 16 Stunden in der Werkstatt auf. Pro Wagen gehen fünf Euro an den Freiburger Förderverein für krebskranke Kinder, wozu Budakçi von Thomas Zink, Vertriebsleiter der Gomaringer Werkstattausrüstungsfirma Auswuchtwelt, ermutigt wurde. Der Reifenservice-Inhaber ist dort Kunde und teilte Zink seinen Plan mit. Dieser ist schon länger in der Krebshilfe tätig und hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Herausforderung, der sich Budakçi stellen will, mit einer Spendenaktion zu verbinden. "Als ich Ahmet davon erzählte, war er sofort Feuer und Flamme. Schließlich ist er ja auch selbst Vater zweier Kinder", sagt Thomas Zink. Zusätzlich zu den 500 Euro, die der Tailfinger durch das Wechseln der Reifen für Freiburg erarbeitet hat, kommen zahlreiche Privat- und Firmenspenden hinzu, was am Ende einen stolzen vierstelligen Betrag bedeutete. "Jede noch so kleine Spende ist für die Kinderkrebshilfe von großer Bedeutung", verdeutlicht Zink die Wichtigkeit der gesamten Aktion, deren Vorbereitungen schon seit mehreren Wochen liefen, "auch überregionale Kunden sind mehrere 100 Kilometer gefahren, um sich hier die Reifen wechseln zu lassen." (Text von Tim Holzapfel) GB-Foto: Holom
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