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Spendenlauf rund um Welschensteinach

Welschensteinach. Der Spendenlauf "Rund um Welschensteinach" hat zum sechsten Mal zugunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder in Freiburg stattgefunden. In diesem Jahr wurde an der Bußkapelle erstmals ein Wortgottesdienst mit Gemeindereferentin Petra Steiner abgehalten. "Der Spendenlauf ist eigentlich keine Einzelaktion zum Sammeln von Spenden, sondern bildet den Abschluss eines ganzen Spendenjahrs", erklärte Steinachs Bürgermeister Frank Edelmann zu Beginn. Während des ganzen Jahrs seien bei Organisatorin Ottilie Malinowski Spenden von Firmen, von den Kommunionkindern, von den DJK-Senioren und Bachdatschern sowie von Einzelpersonen eingegangen. "Insgesamt werden wir etwa 3500 Euro an den Förderverein in Freiburg überweisen", rechnete Edelmann. Ein dickes "Danke" richtete er an Malinowski "für das unkomplizierte Miteinander während des ganzen Jahrs", an Bettina Hoferer vom Haslacher Fitnessturm und das Organisationsteam des Laufs. "Die Mittwochsgruppe sind die aktivsten Helfer, jeder von ihnen hat sehr persönliche Motivationsgründe", betonte Edelmann. Man müsse froh und dankbar sein, wenn die eigenen Kinder gesund aufwachsen dürften. Die Unterstützung des Fördervereins habe sehr große Bedeutung. In die Arbeit des Fördervereins gewährte Beiratsmitglied Rosemarie Steurenthaler berührende Einblicke. Es sei bestimmt niemand zum Lauf gekommen, der mit dem Thema Krebs in Bezug auf Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte oder Verwandte noch nicht in Verbindung gekommen sei. "Aber wenn ein Kind erkrankt, ist das etwas ganz Anderes", betonte Steurentahler. "Zur Genesung eines Kindes ist die Anwesenheit eines Elternteils unabdingbar." Familien würden vor finanzielle wie organisatorische Herausforderungen gestellt, wenn ein Einkommen wegfalle und Geschwisterkinder betreut werden müssten. "Das Elternhaus der Kinderklinik wird während der Akut-Behandlung für viele Monate zur Ersatzheimat", erklärte sie. Die nächste Herausforderung ergebe sich in der Betreuung von Geschwisterkindern, die nicht selten mit psychischen Problemen zu kämpfen hätten. Gerade dann, wenn sich die Aufmerksamkeit auf das kranke Kind fokussiere. Im Elternhaus gebe es deshalb einen Kindergarten für Geschwisterkinder, in dem von geschultem Fachpersonal ein besonderes Augenmerk auf deren Bedürfnisse gelegt werde. Für die Familien, in denen ein Kind sterben müsste, sei eine Fachkraft für verwaiste Eltern in Freiburg engagiert. Die monatlichen Personalkosten von 70 000 Euro müssten – wie alles andere im und um das Elternhaus auch – allein aus Spenden finanziert werden. Im Elternhaus bei der Freiburger Kinderkrebsklinik wurden in den vergangenen 20 Jahren 80 Plätze geschaffen. Jetzt wird eine neue Kinderklinik gebaut, was auch ein neues Elternhaus erfordert. Das bestehende wird von der Uniklinik übernommen, der Erlös bildet den finanziellen Grundstock für das neue. "Wir rechnen mit Kosten in Höhe von zehn Millionen Euro, auch Ihre Spende wird für das neue Elternhaus verwendet", erklärte Rosemarie Steurenthaler als Beiratsmitglied des Fördervereins. Der Vorstand und Beirat des Vereins arbeite ausschließlich ehrenamtlich, Flyer und Publikationen würden von Förderern gedruckt. "Jeder Cent kommt genau dort an, wo er gebraucht wird", versicherte die Beirätin. (Text u.Foto Schabo)
steinach 2017