Der Jahresbericht
Aus der Presse: Jeder Cent kommt an Der Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg e.V. blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2008 zurück. Mit 1,13 Millionen Euro unterstützte er die Freiburger Uniklinik. Der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. hat sich auch 2008 als unverzichtbarer Partner der Freiburger Universitätsklinik erwiesen. Das bestätigt der Blick in den Jahresbericht der Initiative. Danach unterstützte der Verein die Klinik im vergangenen Jahr mit insgesamt 1,13 Millionen Euro aus der Vereinskasse. Allein für den Kauf von dringend benötigten Geräten flossen 415.000 Euro. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Zuschüsse zu den Personalkosten in Höhe von 653.000 Euro. Damit konnten das hohe Betreuungsniveau garantiert und die erfolgreiche Forschung unterstützt werden. Das Projekt Löwenherz, das der Förderverein mit 15.000 Euro bedachte, kümmert sich um Jugendliche, die Probleme mit der Krebserkrankung eines Elternteils bewältigen müssen. 52.000 Euro flossen an die Klinikseelsorge. »Möglich ist dies alles nur auf Grund der hohen Spendenfreudigkeit vieler engagierter Mitbürger«, freut sich Vereinsvorstand Bernd Rendler. 8009 Überweisungen zwischen 1 und 100.000 Euro durfte der Förderverein 2008 verbuchen. Unter den Spendern waren Einzelpersonen ebenso wie Firmen und Vereine, und die Spendenanlässe reichten von Geburtstagen über Jubiläen und Aktionen bis zu umgewidmeten Geschenken. Immer öfter findet der Förderverein auch bei Nachlässen Berücksichtigung. In dem Fall kann der Spender sogar durch einen nach ihm benannten Raum im Elternhaus dauerhaft in Erinnerung bleiben. 81 Prozent aller Spenden lagen unter 100 Euro. Jeder einzelne Cent kommt an und wird gebraucht. Gerade im rein durch Spenden erbauten und unterhaltenen Elternhaus, das mitunter die Kapazitätsgrenze erreichte. Über dieses Angebot hinaus, würde der Förderverein gerne noch mehr Raum für Familien in ambulanter Therapie sowie junge Erwachsene anbieten. Gestiegene Belegungszahlen aber führen auch zu höheren Kosten. 38.000 Euro wendet der Förderverein jeden Monat für das Elternhaus auf, in dem 21 Voll- oder Teilzeitkräfte den Betrieb am Laufen halten. Der Soziale Dienst verzeichnete 81 Erstkontakte, 534 Beratungsgespräche, 748 Teilnehmer an Hausabenden und 296 Anträge an den Sozialfonds. Die darüber ausbezahlten Zuschüsse erhöhten sich gegenüber 2008 um 60 Prozent auf 177.501 Euro. Dabei ist für Bernd Rendler eine weitere Steigerung schon absehbar. Schließlich führte die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage schon in den zurückliegenden beiden Jahren zu einer Verdoppelung der eingereichten Sozialhilfeanträge. 2008 mussten 300 Familien, die durch die Erkrankung ihres Kindes in finanzielle Not geraten waren, um Unterstützung durch den Förderverein bitten. In extremen Fällen sind außerordentliche Ideen gefragt: Einer allein erziehenden Mutter, zum Beispiel, konnte durch ein Kuratoriumsmitglied ein konkretes Sponsoring auf Zeit vermittelt werden. Der Geschwisterkindergarten betreute im vergangenen Jahr 2179 Kinder. Auch hier stiegen die Zahlen deutlich an.. Doch dies dokumentiert nach Einschätzung von Bernd Rendler auch den hohen Stellenwert der Einrichtung. Die psychisch belastende Situation sowie die breit angelegte Altersstruktur forderten den Erzieherinnen ein Höchstmaß an Einfühlungsvermögen ab. 39 Geschwisterkinder hätten dankbar die Abwechslung durch das Ferienprogramm wahrgenommen. Gestiegen ist schließlich die Zahl der Vereinsmitglieder. Sie wuchs um 43 Neuzugänge. Mitgliederwerbung soll 2009 ein Schwerpunkt des Fördervereins werden. Nur eine Zahl ist nicht gewachsen – zur besonderen Freude der Vereinsverantwortlichen: Eine signifikante Zunahme von Krebserkrankungen bei Kindern sei nicht zu beobachten, erklärt Bernd Rendler. Die Freiburger Klinik zählte 71 onkologische Neuerkrankungen, 20 Knochenmark-Transplantationen, 899 vollstationäre Behandlungen, 967 tagesstationäre Behandlungen, 5.571 ambulante Behandlungen, 779 Verdachtsabklärungen. Die Zunahme der an der Freiburger Uni-Kinderklinik behandelten Kinder erkläre sich durch den guten Ruf und ein erweitertes Einzugsgebiet.
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
