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soziale Betreuung

 

Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, bedeutet dies, dass die Welt für eine Familie aus den Fugen gerät. Aber es ist nicht nur die Angst um das Leben des Kindes, die nichts mehr so sein lässt, wie es vorher war. Zur seelischen Not gesellt sich in vielen Fällen auch materielle Not, wenn Vater und Mutter vielleicht unbezahlten Urlaub nehmen müssen oder wenn Alleinerziehende, die vielleicht arbeitslos sind oder Sozialhilfe beziehen, sich nicht mehr selbst um Behördengänge kümmern können, weil sie von ihrem Kind in der Klinik gebraucht werden.
 
Der Förderverein für krebskranke Kinder an der Uni-Kinderklinik in Freiburg bietet deshalb auch einen Sozialdienst für Familien mit einem schwerkranken Kind. Diplom Sozialarbeiterin Gretel Sillmann-Richter (Foto links) ist oft die erste Anlaufstation für Familien in Not. Sie entscheidet zusammen mit Vorstandsmitgliedern des Fördervereins nach Kriterien wie Einkommen und Behandlungsdauer des Kindes, wie ein speziell eingerichteter Sozialfonds verwendet wird.
 
Damit die Eltern sich ganz auf ihre Aufgabe bei der Therapie der kleinen Patienten konzentrieren können, stellt der Sozialdienst auch Kontakt zu den Behörden her und leistet bei Bedarf praktische Hilfe bei der Antragsstellung von Wohngeld oder Sozialhilfe.
 
Darüber hinaus steht die Familienberaterin Gretel Sillmann-Richter betroffenen Familien als Ansprechpartnerin zur Verfügung, mit der sie über krankheitsbedingte Probleme der Familie oder des sozialen Umfeldes sprechen können. Für viele Familien ist es wichtig, eine Anlaufstelle außerhalb der Klinik zu haben.
 
Jeden Mittwoch wird im Elternhaus unter der Regie der Familienberaterin für interessierte Eltern ein Hausabend angeboten. Hier besteht die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Imbiss auszutauschen, zu entspannen oder auch kreativ tätig zu sein. Auf Wunsch stellt Frau Richter auch Kontakt zu anderen betroffenen Eltern her.
 

 

Sozialer Dienst