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Elternhaus

Haben Kinder Masern, Windpocken oder eine Bronchitis, sieht der Gesetzgeber vor, dass Mutter oder Vater einen Tag von der Arbeit fernbleiben können, um das kranke Kind zu versorgen. Aber wo bleiben die Eltern, deren Kinder Krebs haben? Wo bleiben sie, wenn sie in der Nähe ihres todkranken Kindes sein müssen? Im Hotel, in der Pension oder ohne Schlaf beständig am Krankenbett? Eltern, aber viel mehr noch die an Krebs erkrankten Kinder, haben ein Recht auf Nähe. Auch wenn der Gesetzgeber dies nicht berücksichtigt hat.

 
Der Förderverein krebskranker Kinder an der Unikinderklinik in Freiburg hat dies bedacht und 1995 ein Elternhaus mit 22 Zimmern errichtet. Hier können die Eltern quasi in Rufbereitschaft und mehr als nur in der direkten Nähe zum kranken Kind übernachten. Im Elternhaus integriert ist die Geschwisterbetreuung, ein Sozialdienst und auch die Betreuung für verwaiste Eltern.
 
Mit rund 36.000 Euro Unterhaltskosten im Monat für das bereits bestehende Elternhaus ist der Verein darüber hinaus beständig in der Pflicht für ein Minimum zu sorgen. Denn dass Eltern in der Nähe eines krebskranken Kindes sein können, ohne sich um die Finanzierung ihres Aufenthalts sorgen zu müssen, ist das Mindeste, was ihnen zusteht.
 
Mit rund 1000 Übernachtungen im Monat war das Elternhaus bis an seine Grenzen ausgelastet. Aus diesem Grund wurde im Sommer 2003 der erste Spatenstich für einen Erweiterungsbau vorgenommen der mit weiteren 28 Betten in 14 Zimmern Entlastung schafft. Finanziert wurde auch dieses Projekt durch den Förderverein.
 
Hier können die Eltern quasi in Rufbereitschaft und in der direkten Nähe zum kranken Kind übernachten. Im Elternhaus integriert sind die Geschwisterbetreuung, ein Sozialdienst und auch die Betreuung für verwaiste Eltern. Darüber hinaus wurden der Uni-Kinderklinik Räume für das Projekt „KOBRA“ – Kinderonkologie im badischen Raum - zur Verfügung gestellt. Ziel dieser neuen Organisation ist es, eine bessere Vernetzung der Kliniken zu finden, die heimatnahe Versorgung sowie die die psychosoziale Versorgung zu verbessern und im Verbund zu nutzen.
 
Mit monatlich ca. 36.000 Euro laufenden Unterhaltskosten ist der Verein ständig auf die Unterstützung durch Spendengelder angewiesen, um das bestehende Angebot auch weiterhin aufrechterhalten zu können.
 
 
 
 

 

Front mit Eingangsbereich
Elternhaus mit Eingangsbereich
Bistroküche
Bistroküche
Haus Ortenau
Haus Ortenau
Treppenhaus
Treppenhaus Haus Ortenau
Etagenküche
Etagenküche Haus Ortenau