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Verbesserung der Med.-technischen Ausrüstung

 Nur mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins kann die Uni-Kinderklinik Freiburg bei der Anschaffung von medizinischen Geräten mit der modernen Entwicklung Schritt halten.
Auf der „Beschaffungsliste“ des Fördervereins standen z.B. in den zurückliegenden 2 Jahren Monitore, Ultraschallgeräte und ein Bronchoskop. Alles Geräte die zwar notwendig, auf Grund der angespannten Haushaltssituation aber nicht realisierbar waren.
Die Beschaffung eines MRT Gerätes (1,5 Mil €) durch den Förderverein bezeichnen die verantwortlichen Mediziner als einen „Quantensprung“. Therapie und Diagnose- nicht nur für krebskranke Kinder- wird erheblich erleichtert und optimiert.

 

 

Dank einer Spende des Fördervereins: ( OT-  Juli 2007)

Fortschritt in der Medizintechnik: MRT schaut schmerzfrei in Kinderköpfe

 Freiburg (kaz). – Einen Quantensprung nach vorne in der Diagnose und Therapie insbesondere von krebskranken Kindern und Jugendlichen hat die Universitätskinderklinik Freiburg gemacht. Sie nahm gestern den aktuell modernsten Magnet Resonanz Tomograf (MRT) in Betrieb, der einen schmerzfreien Blick ins Gehirn der kranken Kinder und Jugendlichen erlaubt.

„Ein Traum ist wahr geworden“, erklärte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, Professor Matthias Brandis, dessen Kollege, Professor Markus Uhl vom „Aufbruch zu neuen Horizonten“ sprach. Mit Hilfe des MRT lassen sich Wirkungen von Therapien schnell und sicher nach verfolgen und damit zum Wohle der kleinen Patienten besser steuern. Bundesweit verfügen nur vier Kinderkliniken über diese Medizintechnik.

Die Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für den Bau und die Anschaffung des Bild gebenden Verfahrens übernahmen wieder der Förderverein und das Kuratorium für krebskranke Kinder, berichtete Kuratoriumsvorsitzender Werner Kimmig (Oberkirch). Kuratorium und Förderverein, die sich ausschließlich aus Spenden finanzieren, haben seit 1996 über fünf Millionen Euro für die Freiburger Kinderklinik aufgebracht und dabei unter anderem ein großes Elternhaus gebaut.

Mit Hilfe der Spendengelder des Fördervereins, der seit 27 Jahren für Fortschritte in den Kinder- und Jugendmedizin Geld einsammelt, und dank der Kompetenz der Kinderkrebsspezialistin Professor Charlotte Niemeyer hat sich das Uniklinikum Freiburg zur ersten Adresse in Deutschland entwickelt. Ihre Erfolge seien auch für den Verein und seine Mitglieder ein großer Antrieb, versicherte Fördervereinssprecher Bernd Rendler aus Oberkirch. Als nächstes Projekt möchte der Förderverein die Finanzierung einer Forschungsprofessur in der Kinderonkologie verwirklichen.

Mittlerweile werden „all die komischen Leukämiefälle“, wie es Frau Niemeyer formulierte, zur Diagnose nach Freiburg geschickt. In allen 40 Zentren in Deutschland und darüber hinaus in zwölf Ländern von Skandinavien bis Italien wird nach Niemeyer-Standard gearbeitet. Die Heilungschancen für die krebskranken Kinder haben sich in den vergangenen 16 Jahren auffallend verbessert. „Drei von vier krebskranken Kindern können heute geheilt werden“, bilanzierte die Klinik. Im Freiburger Zentrum können jetzt jährlich 30 Jungen und Mädchen mit einer Stammzellentransplantation behandelt werden, überwiegend Kinder aus Südwestdeutschland.

 

 

29. Juni 2007

Rede zur Übergabe des MRT (Vorstand Werner Kimmig)

Wie oft kommt uns im Alltag der Satz über die Lippen "Man kann sich alles kaufen außer Gesundheit!" Doch diese Binsenweisheit stimmt schon lange nicht mehr. Hiobsbotschaften, die unser Gesundheitssystem betreffen, werden immer häufiger. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat sich der Umfang der öffentlichen Förderung seit 1991 um fast dreißig Prozent verringert.  Der zu verteilende Kuchen wird, wie wir alle wissen, immer kleiner. Die Kassen sind leer. Besonders betroffen machen uns diese Fakten, wenn es um das Schicksal unserer kleinen Krebspatienten geht. Es kann und darf nicht sein, dass Zahlen über ihr Leben oder ihren Tod entscheiden! Um eine optimale medizinische Versorgung zu ermöglichen, um Forschung zu betreiben, neben dem Kampf um ein kleines Menschenleben auch die leidgeprüften Familien psycho-sozial zu unterstützen, bedarf es ausreichender finanzieller Mittel. Der einzige Ausweg heißt Eigeninitiative.

Es ist der EINZIGE Weg, um allen jenen zu helfen, die von staatlicher Seite nichts zu erwarten haben. Wenn mehr Menschen endlich begreifen würden, dass statt Jammern Handeln angesagt ist, wären wir ein großes Stück weiter. Ich denke, das gilt für alle Projekte, für die sich jeder Einzelne einsetzen könnte. Wir hatten uns einst entschlossen, die Kinderkrebsklinik in Freiburg zu unterstützen. Es gibt wohl niemandem, den das Schicksal von Kindern, die sterben müssen, bevor sie überhaupt gelebt haben, unberührt lässt.

Die erfreulichen Heilungserfolge der Vergangenheit, über die Frau Dr. Prof. Niemeyer schon oft referierte,  nämlich, dass acht von 10 an Krebs erkrankten Kindern heute dauerhaft geheilt werden können, sind Grund genug,  in unserem Engagement niemals nachzulassen, unermüdlich Spenden zu sammeln.

Ein großartiges Beispiel für Selbsthilfe, Charity oder Sponsoring, wie auch immer man es nennen mag, ist  der Anlass, weshalb ich heute vor Ihnen stehe. Der Förderverein und das ihm angegliederte Kuratorium freut sich, Ihnen offiziell den MRT übergeben zu können. 

Als wir vor 26 Jahren den  Förderverein gründeten, hätte ein 1,5 Millionen-Euro-Projekt wie dieses  ins Reich der Utopie gehört. Ich darf ein paar Zahlen aus unseren Anfängen nennen:

1980- 1995- also in den 15 Jahren ohne Kuratorium- waren es

1.054 819 Euro, die vom Förderverein zur Kinderklinik geflossen sind. Pro Jahre also im Schnitt knapp 70 000 Euro. Eine schon damals stolze Summe.

1996- 2006- also in den zehn Jahren, in denen das Kuratorium nun besteht- wurden insgesamt 5. 808.974 Millionen Euro an die Kinderkrebsklinik weitergeleitet. Das bedeutet pro Jahr im Schnitt mehr als 500 000 Euro, die direkt an die Klinik gingen. Zweifellos Gelder, die unser Staat hätte aufbringen müssen!

Obwohl wir einst ganz sicher nicht angetreten waren, um Klinikbauten zu finanzieren, oder auch andere Projekte, die bei der Zuteilung öffentlicher Gelder wieder in Abzug gebracht werden, erkannten wir die Dringlichkeit, aktiv zu werden. Ich spreche vom Haus Feldberg, dessen Realisierung nur durch einen unglaublichen Kraftakt unsererseits möglich war, vom Geschwisterkindergarten und jenen vielen anderen Investitionen, die Ihnen ausreichend bekannt sind.

Spendensammeln bedeutet in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit, der Einsatz persönlicher Kontakte. Es bedeutet, zwischenmenschliche Beziehung aufbauen, Vertrauen herstellen, unermüdlich mit Appellen auf Not und Leid der kleinen Patienten aufmerksam zu machen.

Innerhalb allerkürzester Zeit ist es uns gelungen, 1,5 Millionen Euro für den MRT zu sammeln. Ich denke, das ist eine Leistung, auf die wir besonders stolz sein dürfen. Dabei haben uns über 7000 Einzelspender geholfen. Natürlich waren auch einige Groß-Spender wie die EDEKA oder die SWR-Aktion „Herzenssache“ dabei. Natürlich  haben uns auch viele Prominente wie z.B. Harald Schmidt, Kurt Felix, Carmen Nebel, Katarina Witt, Marshall und Alexander, Johannes Kalpers und viele andere dabei unterstützt.  Es  aber vor allem eine Summe, die durch das Engagement vieler Menschen zusammenkam, dank auch vieler Partner, die wir ins Boot nehmen konnten. Da das gesamte Vorstandsteam ehrenamtlich arbeitet, konnte jeder gespendete Euro ohne Abzüge eingebracht werden.

In die Freude und den Stolz mischt sich jedoch auch Zorn. Die Tatsache, dass ohnehin schon leidgeprüfte kleine Patienten bisher zusätzliche Qualen erdulden mussten, weil das Geld für die Anschaffung eines MRT in der Uni-Kinderklinik fehlte, bleibt eine Schande. Dass in unserem hochindustrialisierten Land ein Kind leidet, weil es an Geldern für  Forschung, Präventivmedizin und eine optimale medizinische Versorgung fehlt, ist mit nichts zu rechtfertigen!

Tatsache bleibt auch, wie zu Beginn erwähnt, dass sich unser Gesundheitssystem nicht erholen wird, auch in Zukunft staatliche Zuschüsse nicht zu erwarten sind. Ergreifen wir also auch weiterhin die Initiative,  gehen die nächsten Ziele mit aller Kraft und Energie an. Wir haben aufgrund unserer bisherigen Ergebnisse allen Grund, optimistisch zu sein!

Ich übergebe Ihnen nun den MRT und hoffe, damit wieder ein Stückchen zu dem beigetragen zu haben, was Frau Professor Dr. Niemeyer als Leitfaden über das Wirken der Kinderkrebsklinik Freiburg gestellt hat:

"Wir wollen ALLE Kinder heilen!"

 

 

 

 

Warum braucht die Kinderklinik einen eigenen Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT)?

Zurzeit müssen die Kinder tief schlafend von der Kinderklinik mit einem Krankenwagen über das Klinikgelände zu einem MRT in der Allgemeinen Röntgenabteilung gefahren werden. Diese Prozedur ist nicht einfach, da die Kinder für den notwendigen Tiefschlaf unterschiedlich viele Medikamente einnehmen müssen, und sich mit dem Einschlafen nicht immer nach den gewünschten Zeiten richten. Oft wachen Sie auch unterwegs auf, müssen nochmals Schlafmittel bekommen, nicht selten muss der Termin auch verschoben werden, weil das Kind zur falschen Zeit unruhig geworden ist. Bei manchen Kindern sind 2 – 3 Anläufe notwendig, bis die Untersuchung endlich klappt. Der Transport der tief schlafenden Kinder stellt auch ein gewisses Risiko für die Patienten da, so dass er immer von intensiv-medizinisch erfahrenem Personal begleitet werden muss. Ein MRT in der Kinderklinik selbst würde die Untersuchung erheblich vereinfachen und sicherer machen, da der Transport wegfällt und die Untersuchung zeitlich direkt an den Tiefschlaf des Kindes angepasst werden kann. Belastende „Fehlstarts“ könnten so vermieden werden. Bei der Vielzahl von Untersuchungen, die manche Kinder innerhalb kurzer Zeit benötigen, würde sich mit einem MRT im Hause die Belastung für die Kinder deutlich verringern.

Bei der hohen Inanspruchnahme der Geräte im Universitätsklinikum kommt es auch für krebskranke Kinder zu immer längeren Wartezeiten. Behandlungen können nicht beginnen, da MRT Untersuchung noch ausstehen, aber erst in einigen Tagen gefahren werden können. Hier würde das hauseigene MRT ebenfalls eine deutlich verbesserte medizinischer Versorgung darstellen.

Das Gerät, welches für die Kinderklinik angeschafft werden soll, kann erstmals auch Ganzkörperaufnahmen anfertigen. In der sonst üblichen Zeit für die Untersuchung einer Körperregion kann der Patient jetzt automatisch vom Scheitel bis zur Sohle durch den Tomographen gefahren wird. Diese Technik gestattet es, mit der MRT in nur einer Untersuchung im gesamten Körper nach Tumoren und Metastasen zu suchen. Die Patienten profitieren hiervon, weil andere aufwändige und belastende Untersuchungen wie zum Beispiel Szintigraphien, bei denen das Krebsgewebe mit radioaktiv markierten Substanzen sichtbar gemacht wird, möglicherweise entfallen könnten. Das Ganzkörper MRT ist für unsere kranken Kinder ein ganz großer Fortschritt.

Wann wird eine Untersuchung mit einem MRT benötigt?

Bei allen Tumoren müssen MRT Bilder angefertigt werden, die den Tumor in seiner Umgebung genau abbilden. Wenn später eine Strahlentherapie notwendig wird, richtet sich bei vielen Tumoren das Strahlenfeld nach der Größe und Form des Tumors in den vor Therapie angefertigten MRT Bildern. Dem exakten Ausgangsbefund kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Unter Therapie wird das Ansprechen eines Tumors auf die Therapie mittels MRT verfolgt. Die Rückbildung der Tumorgröße kann in % genau ausgemessen werden. Das so gemessene radiologische Ansprechen bestimmt die Intensität weiterer Behandlungsmaßnahmen.

Auch zur Suche von Metastasen wird das MRT eingesetzt. Hierzu mussten bisher oft mehrere Untersuchungen (MRT Kopf, MRT Hals, MRT Brustkorb, MRT Bauch) nacheinander durchgeführt werden.

 

 

Verbesserung der Med.-technischen Ausrüstung ( MRT )